Warum wir diese neue Willkommensführung entwickelt haben
Bei Enolisa wollten wir ein sehr konkretes Problem lösen: Wenn jemand die App zum ersten Mal öffnet, ist nicht immer klar, wo man am besten beginnt und wie der eigentliche Wert der App mit der Zeit entsteht.
Die App hat mehrere wichtige Bereiche, aber nicht alle sind in der ersten Minute gleich relevant. Deshalb haben wir eine neue Willkommensführung entwickelt, die neue Nutzer bei den ersten Schritten begleitet, ohne die echte Navigation auszublenden.
Welches Ziel diese Funktion hat
Die neue Führung wurde nicht einfach gebaut, um “Menüs zu erklären”. Sie soll neuen Nutzern helfen, schnell zu verstehen:
- was man in Enolisa machen kann
- wo man sinnvoll beginnen sollte
- wie gespeicherte Weine, Verkostungen und Analysen zusammenhängen
- was man in den ersten Sitzungen von der App erwarten kann
Kurz gesagt: Wir wollten frühe Orientierungslosigkeit reduzieren, den ersten Wertmoment beschleunigen und den Einstieg natürlicher machen.
Warum wir keinen klassischen Vollbild-Wizard wollten
Im Designprozess haben wir eine generische Lösung verworfen: ein Vollbild-Karussell, das die ganze App verdeckt und nacheinander Tutorial-Slides zeigt.
Das hat uns aus einem einfachen Grund nicht überzeugt: Nutzer hätten zwar gute Texte gelesen, aber trotzdem nicht wirklich verstanden, wo sich etwas befindet.
Die aktuelle Führung funktioniert anders. Sie liegt über der echten Enolisa-Oberfläche und lässt dabei sichtbar:
- die untere Hauptnavigation
- die Untertabs innerhalb des Weinkellers
- den visuellen Kontext des gerade erklärten Bereichs
So vermittelt die Erfahrung nicht nur Konzepte, sondern auch echte Orientierung.
Dieser Screenshot zeigt diese Idee gut. Es ist keine isolierte Folie außerhalb des Produkts, sondern die Führung direkt über der echten Enolisa-Oberfläche, damit Erklärung und Orientierung gleichzeitig sichtbar werden.

Was wir auf jeder Ansicht zeigen wollen
Diese erste Version des Wizards konzentriert sich auf die wichtigsten Bereiche für eine erste Sitzung. Wir wollten nicht alles hineinpacken, sondern das priorisieren, was beim Einstieg wirklich hilft.
1. Start
Die erste Ansicht erklärt, dass Start der Ort ist, an dem man das Wichtigste auf einen Blick sieht:
- Schnellzugriffe
- nützliche Hinweise
- Erinnerungen
- eine Zusammenfassung der eigenen Aktivität
Die Idee dahinter: Start ist nicht nur eine Begrüßungsseite, sondern der einfachste Ort, um sich zu orientieren und den nächsten Schritt zu wählen.
2. Weinkeller > Meine Weine
Hier zeigen wir den praktischen Kern der App. Meine Weine ist die Grundlage des Journals:
- hier beginnt die persönliche Sammlung
- hier findet man gespeicherte Flaschen wieder
- hier entsteht ein großer Teil des späteren Werts von Enolisa
Wir wollten deutlich machen, dass das Speichern des ersten Weins keine isolierte Aktion ist, sondern der Anfang einer längeren Nutzung.
3. Weinkeller > Verkostungen
Die dritte Ansicht legt den Fokus auf Verkostungen, weil die App hier deutlich mehr Tiefe gewinnt.
Eine Verkostung zu speichern bedeutet:
- eigene Eindrücke und Notizen festzuhalten
- jedem Wein echten Kontext zu geben
- genauere Vorlieben aufzubauen
Enolisa ist auch ohne Verkostungen nützlich. Mit Verkostungen wird die Erfahrung aber deutlich persönlicher.
4. Meine Erfahrung
Die vierte Ansicht erklärt das Wertversprechen auf mittlere Sicht: Meine Erfahrung ist der Bereich, in dem die App Nutzung in Perspektive verwandelt.
Dort können Nutzer mit der Zeit finden:
- Entwicklung der eigenen Aktivität
- Rebsorten, Länder und Regionen
- den Wert des Weinkellers
- das eigene Geschmacksprofil
- Berichte und Insights, die aus Weinen und Verkostungen entstehen
Wichtig war uns, das ehrlich zu erklären: Dieser Bereich ist nicht von Anfang an “gefüllt”, sondern wächst mit der Nutzung.
Wie die Führung in der Praxis funktioniert
Die Führung blendet nicht einfach nur Text über die App ein. Sie ist so gedacht, dass sie die echte Navigation begleitet und jeden Schritt zu einer nützlichen Erklärung im richtigen Kontext macht.
Während des Ablaufs:
- sehen Nutzer weiterhin die echte Enolisa-Oberfläche
- bleibt die Hauptnavigation sichtbar, damit die Orientierung nicht verloren geht
- wenn wir in den
Weinkellerwechseln, bleiben auch die relevanten Untertabs sichtbar - wird der aktive Bereich visuell hervorgehoben, damit klar ist, wo die jeweilige Erklärung stattfindet
Das ist wichtig, weil Nutzer nicht nur ein allgemeines Versprechen über die App bekommen. Sie lernen zugleich im passenden Kontext, wo sie die einzelnen Bereiche später wiederfinden.
Die Führung verbindet außerdem jede Ansicht mit einer klaren Absicht:
- in
Start, die Gesamtstruktur der App verständlich zu machen - in
Meine Weine, zum Aufbau des persönlichen Weinkellers einzuladen - in
Verkostungen, zu erklären, wie ein reicheres und persönlicheres Journal entsteht - in
Meine Erfahrung, den Wert sichtbar zu machen, der sich mit der Nutzung nach und nach aufbaut
Die Navigation bleibt bewusst einfach:
- zum nächsten Schritt gehen
- zum vorherigen Schritt zurückkehren
- die Führung jederzeit überspringen
Der eigentliche Wert liegt aber nicht in den Buttons. Er liegt darin, dass die Erfahrung Nutzer begleitet, während sie die echte App, den genauen Bereich, in dem sie sich befinden, und die Rolle dieses Screens im gesamten Enolisa-Weg visuell erkennen.
Was wir damit verbessern wollen
Mit dieser Neuerung erwarten wir, dass neue Nutzer:
- die Struktur von Enolisa schneller verstehen
- ihren ersten sinnvollen Schritt schneller finden
- den Zusammenhang zwischen Weinkeller, Verkostungen und Analysen früher erkennen
- eine klarere, wärmere und weniger abstrakte Begrüßung erleben
Außerdem soll sich der Einstieg in die App einfacher anfühlen, besonders für Menschen, die den Produktfluss noch nicht kennen.
Eine Führung, die begleitet statt aufzuzwingen
Die neue Willkommensführung von Enolisa soll kein aufdringliches Tutorial sein. Sie ist als erste Orientierung mit echtem Kontext gedacht.
Deshalb haben wir uns für eine kurze Führung entschieden, die direkt auf der App sichtbar ist und sich auf die wichtigsten Bereiche am Anfang konzentriert. Dahinter steht eine einfache Idee: Wer die App von Anfang an besser versteht, kann sie später viel leichter genießen.
